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Energieausweis: Das müssen Sie wissen!

Beim Thema Energieausweis sind viele Eigentümer verunsichert: Wer benötigt wann einen Energieausweis, und wo liegen die Unterschiede zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis? Wir von Immobilien Christian Borch möchten Licht ins Dunkel bringen und versorgen Sie nachfolgend mit allen wichtigen Informationen rund um den Energieausweis. 

Was ist ein Energieausweis?

Wahrzeichen von Wuppertal

Ein Energieausweis gibt Auskunft über den energetischen Zustand eines Gebäudes und soll es Käufern und Mietern ermöglichen, die zukünftigen Energiekosten besser einzuschätzen. Grundsätzlich gilt: Jeder, der eine Wohnimmobilie verkaufen oder vermieten möchte, benötigt einen Energieausweis, der nicht älter als zehn Jahre sein darf. Bei einer Wohnung bezieht sich der Ausweis dabei immer auf das gesamte Gebäude, nicht jedoch auf die einzelne Wohneinheit. Von der Energieausweis-Pflicht ausgenommen sind lediglich kleine Wohngebäude mit einer Fläche von weniger als 50 Quadratmeter sowie denkmalgeschützte Gebäude.

Wann muss der Energieausweis spätestens vorliegen?

Jeder Käufer oder Mieter einer Wohnimmobilie hat rechtlichen Anspruch auf Einblick in den Energieausweis, weshalb dieser spätestens bei der Besichtigung unaufgefordert vorzulegen ist. Einige Kennziffern (zum Beispiel die wesentlichen Energieträger und die Energieeffizienzklasse) müssen sogar bereits im Inserat angegeben werden, sofern der Energieausweis zu diesem Zeitpunkt bereits erstellt wurde. Die Beschaffung eines aktuellen Energieausweises gehört somit zu den ersten Aufgaben, wenn der Verkauf oder die Neuvermietung einer Immobilie anstehen.

Verbrauchs- oder bedarfsorientierter Energieausweis?

Wahrzeichen von Wuppertal

Es gibt zwei verschiedene Formen von Energieausweis: den Verbrauchs- und den Bedarfsausweis.

Beim Bedarfsausweis stehen technische Eigenschaften der Immobilie im Fokus – also zum Beispiel die Heizungsanlage, verwendete Baumaterialien, die Größe und diverse bauliche Aspekte. Mithilfe dieser Informationen ermittelt der Energieexperte den jährlichen Gesamtbedarf des Gebäudes an Primärenergie.

Der Verbrauchsausweis wird anhand von Verbrauchsdaten aus Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre für das gesamte Gebäude oder anhand von anderen geeigneten Verbrauchsdaten erstellt – er basiert also auf konkreten Werten, die sich am Gaszähler oder Öltank ablesen lassen.

Doch wer benötigt nun welchen Ausweis? Als Faustregel gilt: Der Bedarfsausweis wird für Wohngebäude mit maximal vier Wohneinheiten benötigt, die vor dem 1.11.1977 erbaut wurden und nicht mindestens auf das Anforderungsniveau der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 modernisiert wurden. Bei Gebäuden, deren Bauantrag nach dem 1.11.1977 gestellt wurde oder die über mehr als vier Wohneinheiten verfügen, kann der Eigentümer frei zwischen Bedarfs- und Verbrauchsausweis wählen.

Mit Immobilien Christian Borch unkompliziert zum Energieausweis

Sie wünschen eine individuelle Beratung zum Thema Energieausweis? Wir nehmen uns Zeit, um Ihre offenen Fragen zu beantworten, und geben den Energieausweis für Ihre Immobilie gerne bei einem Energieberater aus unserem Partnernetzwerk in Auftrag.

 

Energiespartipps für die kalten Monate


Wer in den kalten Wintermonaten nicht frieren und dennoch seinen Geldbeutel sowie die Umwelt schonen möchte, dem wollen wir mit unseren Energiespartipps rund ums Haus ein paar Anregungen geben:

  • regelmäßiges Entlüften der Heizkörper und anschließende Überprüfung der Heizungsanlage, ob diese über ausreichend Wasserdruck verfügt
  • richtig Lüften: die Fenster mehrmals täglich für einige Minuten weit öffnen, am besten mit Durchzug, Kippstellung der Fenster vermeiden
  • auf die richtige Temperatur beim Heizen achten: bereits 1 °C weniger spart bis zu 6 % der eingesetzten Heizenergie ein
  • hydraulischen Abgleich von einem Fachmann durchführen lassen, damit alle Heizkörper gleichmäßig heizen
  • regelmäßige Wartung der Heizungsanlage, um Schaltzyklen und die Heizkurve zu optimieren und einen effizienten Betrieb zu gewährleisten 
  • beim Verlassen des Hauses und über Nacht die Heizkörper etwas herunterdrehen, um die Temperatur zu senken
  • die Heizung auch bei längerer Abwesenheit nie ganz ausschalten, sondern auf niedriger Stufe betreiben, da das Wiederaufheizen der Räumlichkeiten mehr Heizenergie erfordert, als das kontinuierliche Beheizen auf niedriger Stufe
  • programmierbare elektronische Thermostatventile einbauen, um die Betriebszeiten der Heizung anpassen zu können
  • Heizungsrohre und Warmwasserspeicher dämmen, um Wärmeverlust über die Rohrleitungen und den Speicher zu vermeiden
  • veraltete Heizungspumpen gegen neue, energieeffiziente Modelle austauschen
  • darauf achten, dass die Heizkörper nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt sind
  • Jalousien, Vorhänge und Rollladen über Nacht geschlossen halten
  • Fenster und Eingangstüren mit Dichtungsband abdichten, um Zugluft zu vermeiden
  • darauf achten, dass die Türen der Wohnräume geschlossen sind, damit die Heizungsluft aus den beheizten Räumen nicht entweicht
  • der Jahreszeit entsprechend angemessene Kleidung auch in den Wohnräumen tragen